Die negativen Wirkungen der sogenannten „Sommerzeit“

Zeitumstellung AbschaffenDie meisten Deutschen meinen sich inzwischen daran gewöhnt zu haben: Die jährliche Umstellung auf die sogenannte „Sommerzeit“.

Eine breite Diskussion über deren Sinn und Zweck findet kaum noch statt. Doch es gibt sie noch, die Kritiker, die den gesundheitsschädlichen Einfluss der Zeitverschiebung anmahnen. Und es gibt mehr als nur gute Gründe.

Viele Befürworter der Sommerzeit denken tatsächlich, ein längerer Sommerabend (was ja nicht wirklich stimmt), sei einfach „schön“ und daher auch für das Wohlbefinden und die Gesundheit gut. Chronobiologen sehen das allerdings völlig anders…

Doch was ist Chronobiologie? Chronobiologie ist ein Forschungszweig, der sich mit der inneren Uhr der Lebewesen beschäftigt. Eine Hauptaussage der Wissenschaftler: Die endogene Rhythmik richtet sich nur mit größter Schwerfälligkeit nach äußeren Taktgebern. Das Metronom unseres Körpers tickt bei einer Änderung der Tageslänge oder einer Phasenverschiebung noch lange im eigenen Rhythmus. Das Nachstellen der inneren Uhr dauert Monate. Wahrscheinlich viel länger als einen Sommer.

Das hat Dr. Thomas Kantermann von der Universität München (u.a. euclock.org)nachgewiesen. Er und sein Team untersuchten in einer Studie die Auswirkungen der Zeitverschiebung an 55.000 Europäern. Die Wissenschaftler befragten die Teilnehmer der Erhebung nach ihrem Schlafverhalten. Kantermann veröffentlichte seine Forschungsergebnisse im Fachmagazin „Current Biology“ im Jahr 2007 (Band 17). Fazit der Studie: Die Synchronisation der endogenen Rhythmik wird durch das Tageslicht gesteuert. Eine Anpassung der Schlaf-Wach-Phasen an die Uhrumstellung findet nicht statt. Erzwingen kann der Mensch die Umstellung seiner inneren Uhr nicht.

Im Fokus der Chronobiologen steht der Mechanismus und die Regulation der circadianen Rhythmik. So bezeichnen die Wissenschaftler den endogenen Takt, der unsere Tagesstruktur mit Aktivität und Schlafen tagtäglich steuert. Damit verbunden sind auch stoffwechselphysiologische Parameter wie beispielsweise die Leberfunktion.

Seit langem wissen die Chronobiologen, dass der biochemische Mechanismus der inneren Uhr auf zellulärem Niveau angesiedelt ist. Nachgewiesen ist das schon bei primitiven Einzellern des Tier- und Pflanzenreiches. Dies zeigt, dass die circadiane Rhythmik aus uralter Zeit stammt. Und deswegen ist sie auch beim Menschen noch so tief verwurzelt und nur schwer aus dem Takt zu bringen. Das kann auch der Gesetzgeber mit der Sommerzeit nicht erreichen. Die innere Uhr des Menschen tickt eben nicht in Phase mit der Zeitverschiebung der sommerzeitlichen Periodik. Da denkt sich der Laie: „Gesund kann das nicht sein.“

Der Gesetzgeber hat das nicht berücksichtigt. Als die Einführung der Sommerzeit 1980 in Kraft trat, standen die Politiker noch unter dem Eindruck der Ölkrise und wollten auf Biegen und Brechen Energie einsparen. Gebracht hat das höchstens die Erkenntnis, dass die Zeitumstellung wieder ein kopfloses Krisenprodukt war – wie in den beiden Weltkriegen, als die Uhren Deutschlands im Frühjahr vor- und zum Winter zurückgestellt wurden.

Schon in der ersten Sommerzeitwoche treten bei vielen Menschen Beschwerden auf. Es zeitigen sich Nervosität, Erschöpfung sowie Schlafstörungen und Depressionen. Diese Effekte sind zwar individuell verschieden ausgeprägt, jedoch für die betroffenen Menschen so gefährlich, dass chronische Krankheiten entstehen können. Und auch wirtschaftlich bedeuten die Folgen eine Belastung. Zu den Kosten für das Gesundheitssystem kommt noch eine verringerte Produktivität durch Leistungsminderung. Auch eine Zunahme der Fehltage ist sehr wahrscheinlich. Ferner ist die Zeitumstellung selber mit unnötigen Ausgaben verbunden. Geradezu besorgniserregend ist die Zunahme der Verkehrsunfälle direkt nach der Zeitumstellung: Am ersten Montag während der Sommerzeit steigt die Unfallrate um 7 % an. Um den gleichen Wert fällt die Zahl der Unfälle mit der Normalzeit.

Michael Wieden weiß, dass Politiker wirtschaftliche Argumente am besten verstehen. Deshalb wird er nicht müde, auf die ökomischen Folgen der Zeitumstellung hinzuweisen. Wieden ist Wirtschaftsförderer beim Bürgermeisteramt in Bad Kissingen. Die unterfränkische Kurstadt nennt sich selbst „CronoCity“, weil von hier eine der Rebellionen gegen die Sommerzeit ausgeht.

Zunächst wollen die Verantwortlichen in Bad Kissingen mit kleinen Schritten in Richtung Sommerzeit-Abschaffung vorangehen. Nur kann die Stadt die Zeitumstellung nicht einfach unterlassen. Aber sie hatte Michael Wieden beauftragt, bis zum Herbst 2015 ein Konzeptpapier vorzulegen, das einen Maßnahmenkatalog gegen die negativen Folgen der Sommerzeit enthält. Denkbar dafür sind Änderungen der Beleuchtungszeiten, Anpassung von Schulzeiten und Arbeitszeiten, sowie eine Adaption der Behandlungspläne für die Kurpatienten. Die Bad Kissinger waren mehrheitlich dafür und für eine Abschaffung der Sommerzeit insgesamt. Es soll eine ganzjährig einheitliche Zeit-Periodik geben, wie die Bürger in ChronoCity meinen. Und dies kann nach den vorliegenden Ergebnissen nur die Normalzeit sein. Herausgekommen ist indes nichts – leider.

Zusammenfassung

1. Wir sollten von falscher Zeit (MESZ) und richtiger Zeit (MEZ) sprechen. MESZ ist die „Mitteleuröpäische Sommerzeit), die MEZ die „Mitteleuropäische Zeit“. Die Begriffe „Sommerzeit“ und „Winterzeit“, sind Jahreszeiten und keine „Uhrzeiten“.

2. Die MESZ (die wir über den Sommer) haben ist „falsch“. Warum?
Weil diese falsche „Sommer-Zeit“ ein pathogener Faktor ist.

3. Die Zeitabweichung zur inneren Zelluhr jedes Menschen ist dauerhaft vergrößert – um bis zu zwei Stunden (je nachdem wo man wohnt). Dies ist ein dauerhafter Jetlag, den unsere Zellen merken. Die Zellen reagieren vermehrt mit Stress (um es vereinfacht zu sagen).

4. Während der „Sommer-Zeit“ gehen die Menschen später schlafen (länger hell UND länger warm!). Dadurch entsteht ein zusätzliches Schlafdefizit. Der Schlaf ist das wichtigste Mittel unserer Regeneration. Keine ausreichende Regeneration -> keine ausreichende Fitness und Gesundheit. Schlafstörungen nehmen seit 20 Jahren immer mehr zu. Dies ist nicht alleine der falschen Uhrzeit geschuldet, sondern weiteren Faktoren über die wir hinlänglich berichtet haben.

5. Nach der Zeit-Umstellung im Frühjahr haben wir 3 Wochen lang vermehrt Unfälle und auch Herzinfarkte.

6. Die Kinder und Jugendlichen leiden generell unter der falschen Zeit in der Schule, weil diese ja nach der „inneren“ Uhr jetzt noch eine Stunde früher beginnt. Der Chronobiologe Till Roenneberg weist darauf hin, dass die innere Uhr von Heranwachsenden anders tickt als die von Erwachsenen. Das physiologische Aktivitäts-Optimum setzt bei den jüngeren später am Tag ein. Bestätigt wird das durch Befunde, dass die „Eulen“ unter den Schülern schlechtere Schulnoten haben als die „Lerchen“. Nach dem Wechsel auf die Uni verbessert sich die Lernleistung der Spättypen schlagartig, weil der Unibetrieb später beginnt.

Das wären die wichtigsten Punkte.

FÜR die falsche Zeit spricht NICHTS. Keine Studie. Auch keine Energie-Einsparung, weswegen dieser Unfug überhaupt erst eingeführt wurde.

Unsere Bemühungen „Initiative zur Abschaffung der Zeitumstellung“ führten 2018 ja zur EU-weiten Online Abstimmung zur Uhrzeit-Umstellung.

Seitdem ist alles im „Sande verlaufen“ – zunächst die Folgen der 1. Flüchtlingskrise und dann die Sache C., danach die folgenden Kriege.

Es besteht „politisch“ weder der Wille dies zu ändern, noch dies überhaupt als „Problem“ zu erkennen zu wollen. Im Gegenteil: Länder wie Grönland schaffen die Normalzeit ab und verbleiben damit in der „falschen Zeit“. Damit ist der größte Irrsinn komplett.

Sie möchten ebenfalls aktiv werden und den Unsinn mit der Sommerzeit endlich beenden? Dann machen Sie mit, und unterstützen Sie die Unterschriftensammlung von Frau Jensen an die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel.

HIER -> https://zeitumstellung-abschaffen.de/Unterschriftenformular_2015_J.pdf finden Sie ein Formular, dass Sie ausdrucken und auslegen können.

Vielen Dank im Voraus für Ihr beharrliches persönliches Engagement!

Sie meinen auch, dass die Zeitumstellung endlich abgeschafft werden sollte? Dann fordern Sie hierzu auch den kostenlosen Informations-Newsletter an. Sie verpflichten dabei zu nichts. Der Newsletter dient nur dazu, sie zu dem Thema auf dem laufenden zu halten und eventuell über neue oder weitere Petitionen zu informieren:

Ewige „Sommer“-Zeit? Ein Irrsinn.

Zeitumstellung AbschaffenLiebe gesundheitsbewusste Normalzeitler,

Jedes Jahr Ende März ist es wieder soweit: Die Uhren werden verstellt und die staatlich verordnete Tageslichtnutzzeit MESZ (Uhr-Zeit-Verstellung auf die künstliche „Sommer“-Zeitverordnung) und mit ihr der siebenmonatige „soziale Jetlag“.

Und falls Sie es nicht gemerkt haben: von „Sommer“-Zeit haben wir gar nicht geredet. Denn die Sommerzeit ist eine Jahreszeit und keine Uhrzeit. Wenn, dann müsste es daher heißen: Frühjahr-Sommer-Herbst-Zeit. Aber das sind natürlich nur Spitzfindigkeiten, mit denen man uns den Irrsinn „MESZ“ schmackhaft machen wollte, als man diese Zeitverstellung im April 1980 (wieder einmal!) einführte.

Die gesundheitlichen Auswirkungen des damit verbundenen chronischen Schlafmangels sind uns allen inzwischen bestens bekannt.

Doch es gibt auch weiterhin Menschen, die sich eine ganzjährige Uhr-Zeit-Verstellung auf die sogenannte „ewige Sommerzeit“ MESZ wünschen. Diesem Personenkreis kann man nur wünschen, dass diese sich endlich einmal mit den Fakten und Studien beschäftigen, die dazu bereits auf dem Tisch liegen.

Einige Befürworter ein ganzjährigen „Sommer“-Zeit beziehen sich u.a. gerne auf das Ergebnis einer internationalen Studie von Anna Goodman, in welcher die tägliche Aktivität von 25.000 Kindern im Alter zwischen fünf und 16 Jahren in insgesamt neun Ländern untersucht wurde.

Die Kernaussage der Studie lautet: „Wenn die Sonne später untergeht, spielen Kinder deutlich mehr im Freien.” Diese Aussage bezieht sich bei genauerem Hinsehen allerdings auf den Vergleich eines durchschnittlichen Sommertages, an dem die Sonne gegen 21:00 Uhr untergeht, mit einem durchschnittlichen Wintertag, an dem es bereits gegen 17:00 Uhr dunkel wird.

Die Studie steht somit in keinem direkten Bezug zur Uhr-Zeit-Verstellung. Der Effekt einer Umstellung von der Normalzeit auf die sogenannte „Sommerzeit” MESZ wurde in der Studie separat untersucht. Das Ergebnis hierzu ist ernüchternd:

Im Durchschnitt bewegten sich die Kinder durch die Uhrumstellung pro Tag gerade mal zwei Minuten mehr. Ist es wirklich sinnvoll, dass unsere Kinder dafür in Bezug zum Lauf der Sonne morgens eine volle Stunde früher aufstehen, deshalb permanent weniger als nötig schlafen und all die erwiesenen gesundheitlichen Nachteile in Kauf nehmen?

Ein Missverständnis ist im Zuge einer EU-Umfrage aufgetreten, in der sich die Mehrheit der Befragten für die Sommerzeit aussprachen. Offensichtlich dachten viele Teilnehmer, dass die Sommerzeit schließlich etwas schöneres ist als die Winterzeit. Vielen ist wohl gar nicht klar, dass die sogenannte Sommerzeit nicht die für uns zuträgliche Standardzeit ist. Denn das ist, um es in der Sprache der Zeitumstellung zu, eigentlich die Winterzeit.

Der Neurobiologe und Wissenschaftsautor Dr. Peter Spork präsentiert in seinem Buch “Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft” eine gesunde Alternative zur Sommerzeit und Zeitumstellung.

Man solle die künstliche „Sommer“-Zeit-Verordnung MESZ abschaffen und mit der Schule später beginnen. Gleichzeitig solle man den Kindern vormittags mehr Freizeitaktivitäten ermöglichen, etwa das Training im Sportverein vor Schulbeginn anbieten und insgesamt dafür sorgen, dass sie sich vermehrt vormittags im Freien aufhalten.

Der Chronobiologe Till Roenneberg weist darauf hin, dass die innere Uhr von Heranwachsenden anders tickt als die von Erwachsenen. Das physiologische Aktivitäts-Optimum setzt bei den jüngeren später am Tag ein. Bestätigt wird das durch Befunde, dass die „Eulen“ unter den Schülern schlechtere Schulnoten haben als die „Lerchen“.

Nach dem Wechsel auf die Uni verbessert sich die Lernleistung der Spättypen schlagartig, weil der Unibetrieb später beginnt.

Wenn die Schule erst am Vormittag beginnt, bekämen die Kinder exakt in dem Zeitfenster vermehrt Tageslicht ab, in dem es die positivste Auswirkung auf ihre innere Rhythmik hat.

Gemeinsam mit dem früheren Sonnenuntergang durch die Beibehaltung der Normalzeit sorgt das bei Kindern und Erwachsenen dafür, dass sie abends früher schläfrig und morgens eher wach werden.

Wir sind ohnehin zu früh dran und schlafen zu wenig und nicht „in Phase“!

Schon ohne die unsinnige Zeitumstellung leidet der moderne Mensch unter dem sozialen Jetlag. Darunter verstehen Wissenschaftler die Diskrepanz zwischen innerer Uhr und die gegen sie erzwungene Aktivität. Bevor es Kunstlicht gab, lag der zeitliche Mittelpunkt der Schlafphase um 1 Uhr. Inzwischen hat sich diese von Tiefschlafphasen geprägte Nachtzeit auf 3 bis 4 Uhr verlagert.

Hinzu kommt die Verbeiterung der Zeitzonen im letzten Jahrhundert. Die Zunahme der Beschwerden durch den sozialen Jetlag zum westlichen Bereich der Zeitzone wird durch die Sommerzeit noch verstärkt. Forscher wiesen nach, dass mit der Verschärfung des sozialen Jetlags das Risiko vieler Erkrankungen ansteigt. Dazu zählen mehrere Krebsformen, Diabetes, Herzinfarkt, Depressionen und Fehlgeburten.

Die Gesellschaft findet wieder in ihren natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus zurück und insgesamt mehr Schlaf!

Wie nötig es ist, dass die Gesellschaft als Ganze wieder mehr Schlaf findet, unterstreichen aktuelle Angaben der US-amerikanischen National Sleep Foundation. Nach der Auswertung von 320 Fachartikeln zum Thema hat ein 18-köpfiges Expertengremium neue Empfehlungen für die optimale Schlafdauer vorgelegt: Demnach sollten Neugeborene bis zum dritten Lebensmonat 14 bis 17 Stunden pro Tag schlafen, Kleinkinder zwischen 4 und 11 Monaten 12 bis 15 Stunden und im ersten und zweiten Lebensjahr 11 bis 14 Stunden.

Für Vorschulkinder bis zum fünften Lebensjahr empfehlen die Forscher 10 bis 13 Stunden Schlaf und für Schulkinder zwischen 6 und 13 Jahren immerhin noch 9 bis 11 Stunden. Teenager zwischen 14 und 17 Jahren sollten sich regelmäßig 8 bis 10 Stunden Nachtruhe gönnen. Junge Erwachsene und Erwachsene kommen demnach mit 7 bis 9 Stunden Schlaf aus und ältere Menschen ab 65 Jahren sogar mit nur 7 bis 8 Stunden.

Zumindest für Jugendliche und Erwachsene liegen diese Werte deutlich über der tatsächlichen Schlafdauer der Durchschnittsbevölkerung an Werk- und Schultagen.

Sommerzeit – nein danke!

Die immerwährende Sommerzeit ist hingegen keine taugliche Alternative zur Zeitumstellung. In Russland wurde dieser 4 Jahre dauernde Versuch unternommen und dann wieder eingestellt. Durch den späten Sonnenaufgang, im Winter erst am Vormittag, beklagten sich die meisten Menschen über ständige Abgeschlagenheit. Schuld daran war der soziale Jetlag, der gesundheitliche Risiken mit sich brachte und die Produktivität sinken ließ.

Im März 2019 beschloss das EU-Parlament, die Zeitumstellung abzuschaffen. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Normalzeit auf unserem Kontinent zurückkehrt. Es könnte auch sein, dass eine ganzjährige Sommerzeit eingeführt wird und überdies muss der Beschluss noch zwischen den EU-Staaten ausgehandelt werden. Möglicherweise ist auch ein Zeitzonen-Flickenteppich die Folge. Doch das wäre noch das geringste Übel. Denn viele Länder wie die USA oder Russland kommen damit zurecht.

Eine dauerhafte Abschaffung der Uhr-Zeit-Umstellung auf MESZ wäre ein erster wichtiger Schritt, hin zu mehr Harmonie zwischen Aktivität und innerer Uhr.

Und das wäre wiederum eine äußerst effektive und kostengünstige Maßnahme zur Prävention von Volkskrankheiten: Der derzeitige Zuwachs an Diabetes Typ I & Typ II-Erkrankungen sowie anderen Stoffwechselkrankheiten bei Jugendlichen wird nach Meinung vieler Experten vom zunehmenden chronischen Schlafmangel in der Gesellschaft zumindest mitverursacht.

Zahlreiche weitere Fakten finden Sie auch im Beitrag: Die negativen Auswirkungen der Zeitverstellung.

Eine dauerhafte Rückkehr zur ganzjährigen Normalzeit (MEZ) könnte also wahre Wunder wirken!

Daher unsere Bitte:

Unterstützen Sie weiterhin die Unterschriftensammlung von Frau Jensen an die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel.

HIER -> https://zeitumstellung-abschaffen.de/wp-content/uploads/2021/05/Unterschriftenformular_2015_J.pdf

 finden Sie ein Formular, dass Sie ausdrucken und auslegen können.

Diese Aktion läuft unbegrenzt. Wir sammeln so  lange, bis die Zeitverstellung abgeschafft ist!

Vielen Dank im Voraus für Ihr beharrliches persönliches Engagement!

Eigentlich hat die EU das Ende der Zeitumstellung beschlossen – Doch was passiert seitdem?

Die kurze Antwort lautet: nichts.

Doch Forscher warnen uns schon lange vor einem „Cloxit“-Problem, denn wir sollten uns unbedingt für die richtige Zeit entscheiden. Es darf nicht passieren, dass nun dauerhaft die (physikalisch falsche) Sommerzeit fixiert wird.

Was ja erst einmal gut ist, ist, dass das EU-Parlament der Abschaffung der Zeitumstellung bis Ende 2021 zugestimmt hat. Im nächsten Schritt müssen sich die EU-Verkehrsminister sozusagen auf eine gemeinsame Linie einigen, denn jeder Mitgliedstaat darf selbst entscheiden, ob er nun dauerhaft die Sommer- oder Winterzeit einführen wird.

Zu diesem Zweck hatte die EU-Kommission eine Online-Umfrage durchführen lassen mit dem Ergebnis, dass von den 4,6 Millionen Teilnehmern 84 Prozent für die Sommerzeit votierten. Übrigens kamen drei Millionen Antworten aus Deutschland. Dagegen warnen aber Wissenschaftler vor der dauerhaften Einführung der Sommerzeit, da sich der menschliche Biorhythmus in Millionen von Jahren an die physikalisch richtige Winterzeit angepasst hat.

Die fatalen Folgen einer falschen Entscheidung ist unter anderem eine Zunahme von Schlaf- und Lernproblemen sowie von Erkrankungen wie Diabetes oder Depressionen, das heißt, die Menschen werden dicker, dümmer und grantiger.

Chronobiologen prognostizieren deshalb, dass jedes Land, das sich für die Winterzeit entscheidet, mit Blick auf die Volksgesundheit und Volksbildung am Ende besser dastehen wird. Zu früh, noch in der Dunkelheit aufzustehen, ist widernatürlich und belastet die Gesundheit. Bei dauerhafter Sommerzeit ist die Anzahl der Tage mit genau dieser Situation drastisch höher.

Schlafforscher fordern die Normalzeit (= „Winter-Zeit“)

Der Vorsitzende der „Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin“ (DGSM) Alfred Wiater sagt, dass es die Lichtverhältnisse der Winterzeit sind, die unserem natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus am besten entsprechen. Das hat enorme Konsequenzen für unsere Konzentration und Aufmerksamkeit, das heißt, eine Entscheidung für die falsche Zeit begünstigt zum Beispiel Unfälle aller Art.

Mehrere Studien haben belegt, dass der mit dem ständigen Hin- und Herdrehen der Uhr auf Sommer- und Winterzeit verbundene körperliche und psychische Stress die Anzahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle signifikant erhöht hat. Und wer bereits aus anderen Gründen Schlafprobleme hat, beklagt bei jeder Zeitumstellung eine drastische Verschärfung, die mehrere Wochen andauern kann.

Eine Studie der Universität Erlangen-Nürnberg belegt zudem, dass die Umstellung auf die Sommerzeit sogar die Lebenszufriedenheit deutlich absenkt, zumindest vorübergehend. Das hängt neben dem körperlichen Stress vor allem damit zusammen, dass sich die meisten Menschen nicht gern in ihrem ganz persönlichen Umgang mit ihrer Zeit beschränken lassen. Die Forscher schlagen als Gegenmaßnahme vor, dass sich die Arbeitgeber (freiwillig) auf möglichst flexible Arbeitszeitmodelle einlassen.

Wie auch immer man da weiter agieren wird, Fakt ist, dass es mit dem Hin und Her der Zeit noch immer nicht vorbei ist, zumindest solange in der gesamten EU keine verbindliche Entscheidung für die Sommer- oder Winterzeit erzielt werden kann. Wer die EU ein bisschen kennt, wird nun wohl doch eher von einer Ewigkeit ausgehen.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt den kostenlosen Newsletter dazu an:

Dieser Beitrag wurde am 22.6.2021 erstellt.

Bessere Noten bei späterem Schulbeginn

Dass sich Kinder morgens um acht Uhr noch nicht so gut konzentrieren können, hat viel mit der inneren Uhr zu tun. Daher gibt es immer mehr Befürworter eines späteren Schulanfangs. Dies wurde zum Beispiel auf der Prager WorldSleep-Konferenz 2017 deutlich, auf der die Schulanfangszeit ein zentrales Thema von Schlafforschern und Chronobiologen war.

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Übergabe der Unterschriften an CDU

Am 3. Juli 2015 trafen sich in Berlin bei der CDU im Konrad Adenauer Haus beim „Tag der Vereinigungen“ Herr von Freyhold (Vorsitzender der Senioren Union in der CDU Berlin Mitte) Frau Jensen (Rentnerin aus Flensburg) und Hubertus Hilgers (Arzt in Erlangen) um der CDU Parteivorsitzenden Frau Dr. Angela Merkel, Unterschriften zur Abschaffung der Uhr-Zeit-Umstellung auf „Sommerzeit“ MESZ zu überreichen.

Herr von Freyhold hatte aus diesem Anlaß eine kleine persönliche Ansprache vorbereitet (siehe Anhang 192 Unterschriften, davon 8 pro Uhr-Zeit-Umstellung auf MESZ) und es ermöglicht, daß Frau Jensen und Herr Hilgers ebenfalls eine Einladung erhielten.

Frau Jensen brachte insgesamt 18 006 Unterschriften mit (inkl. 231 Unterschriften aus Österreich und 9 aus der Schweiz).

Hubertus Hilgers brachte 54 332 Unterschriften aus der erfolgreichen Gesundheitspetition MOMO  (die augenblicklich im Wirtschaftsministerium mit 64 anderen Eingaben zur Abschaffung der „Sommerzeit“ MESZ zur Beratung liegt) mit, um die Vorsitzende Frau Dr. Merkel an den Parteitagbeschluß der CDU aus dem April 2014 zu erinnern und zu zeigen, daß der Leidensdruck in der Bevölkerung von Jahr zu Jahr zunimmt und weiterhin ein akuter und dringender Handlungsbedarf besteht.

Unterschriftenübergabe an CDU Büroleiterin von Frau Merkel

Abb1: Übergabe der Unterschriften gegen die Sommer-Zeitverordnung. Im Bild von links nach rechts: Hubertus Hilgers (Arzt), Herr von Freyhold (Vorsitzender der Senioren-nion in der CDU Berlin Mitte), Frau Jensen (Rentnerin aus Flensburg) und Frau von Uslar (Büroleiterin von Frau Merkel). Bild: mit freundlicher Genehmigung von Frau Zähring (Junge Union)

In diesem Zusammenhang wollte Herr Hilgers Frau Dr. Merkel und die CDU auch daraufhinweisen, daß das Gesetz zur Umsetzung der Einführung der „Sommerzeit“ MESZ durch § 5 des nationalen Einheiten- und Zeitgesetzes geregelt wird und wenn mindestens FÜNF PROZENT ALLER ABGEORDNETEN überfraktionell eine entsprechende Gesetzesänderung entwerfen, und die Abgeordneten des Bundestages diese mehrheitlich annehmen, kann dadurch § 5 des Einheiten- und Zeitgesetzes außer Kraft gesetzt werden!  Somit entfällt die EU Vorgabe über die Gültigkeit der „Sommerzeit“ MESZ von Ende März bis Ende Oktober.

Doch leider kam alles anders. Aufgrund der politischen Lage in Griechenland (anstehendes Referendum vom 5. Juli) wurde das Protokoll geändert und wir alle konnten und sollten unsere Unterschriftensammlung der Büroleitung von Frau Dr. Merkel, Frau von Uslar überreichen, die uns zusicherte, daß unser Anliegen und die Unterschriftenlisten Frau Dr. Merkel persönlich durch Sie überbracht werden und Frau Dr. Merkel persönlich von Ihr über den Sachverhalt informiert wird.

Tatsache war, daß ein Mitglied des Büros von Frau Dr. Merkel gegenüber Karl von Freyhold die Zusage machte, daß die Unterschriftenübergabe durch uns drei möglich sei, jedoch niemand weiteres (auch Frau von Uslar) darüber Bescheid wußte und daher wurde dies dann improvisiert!

Die Enttäuschung, daß es zu keinem persönlichen Kontakt mit Frau Dr. Merkel gab, war vor allem Frau Jensen anzumerken. Frau Jensen kündigte daraufhin an, daß Sie ihre Unterschriftensammlung bis Ende November 2015 fortsetzt und dann in einem späteren Anlauf versucht Frau Dr. Merkel die Unterschriften zur Abschaffung der Uhr-Zeit-Umstellung auf „Sommerzeit“ MESZ erneut zu überreichen!

Das Unterschriftenforular zum Ausdrucken finden Sie HIER.

Wir bleiben am „Ball“ und danken allen Unterstützern!

Weil der Schlaf eine so herausragende Bedeutung für unser aller Leben hat, kann ein Mangel daran schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Kurzfristig bewirkt er, daß wir tagsüber übermüdet, gereizt und aggressiv sind, daß wir uns schlechter konzentrieren und weniger schnell auf äußere Faktoren reagieren können als gewöhnlich.

Die Summe aller negativen Auswirkungen jedoch nimmt weitaus größere Ausmaße an.

Symptome auf der körperlichen Ebene: Selbst bei jungen Testpersonen, die eine Woche lang mit nur vier Stunden Schlaf pro Tag auskommen mußten, hinterließ die Schlafverkürzung bereits folgende deutliche Folgen: Der Kohlenhydratstoffwechsel verschlechterte sich, die Blutzuckerwerte (Glukose) waren erhöht, die Produktion der Schilddrüsenhormone geriet durcheinander, und abends wurden hohe Werte des Streßhormons Cortisol im Blut gemessen, die der Körper normalerweise erst in den frühen Morgenstunden ausschüttet. Diese Veränderungen ähneln denen, die im Frühstadium der Zuckerkrankheit und häufig auch bei alten Menschen auftreten. Bei vorübergehendem Schlafmangel bilden sich diese Stoffwechselentgleisungen zwar wieder zurück, wer jedoch ständig zu wenig schläft, muß diesen Mangel teuer bezahlen. Auch die Zunahme des Bluthochdrucks (Hypertonie) ist eindeutig in diesem Zusammenhang zu sehen.

Symptome auf der psychischen Ebene: Schlafmangel wirkt sich auch auf unsere Psyche aus. Mehrere Studien belegen, daß Menschen schreckhaft, reizbar/aggressiv und mißtrauisch werden, wenn sie über längere Zeit nicht auf ihr persönliches Schlafquantum kommen. Die Stimmung verschlechtert sich, Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit nehmen stark ab. Wird der Schlaf, egal ob freiwillig oder gezwungenermaßen, über einen längeren Zeitraum auf ein absolutes Minimum reduziert oder gar völlig verhindert, stellen sich vermehrt Depressionen, Sinnestäuschungen und Halluzinationen ein.

In Diktaturen wurde Schlafentzug deshalb auch als Foltermethode genutzt, um Menschen gefügig zu machen und „Geständnisse“ zu erpressen. Wer wochenlang oder monatelang nicht genug geschlafen hat, bringt kaum noch Interesse für sich und seine Umwelt auf und will in aller Regel nur noch eines: endlich wieder ausschlafen!

Besonders dramatisch wird es, wenn durch die Übermüdung eines Einzelnen das Leben von vielen eine tragische Wende erfährt.

Harrisburg 1979 – Der gefährliche Störfall im Atomreaktor „Three Mile Island“ im März 1979 in Harrisburg wurde – um vier Uhr morgens – durch „menschliches Versagen“ ausgelöst.

Tschernobyl 1986 – Der Unfall im Atomreaktor von Tschernobyl im April 1986 wurde durch völlig übermüdetes Kontrollpersonal verursacht.
Cape Carnaveral – Der Absturz der Raumfähre „Challenger“ beim Start von Cape Canaveral im Januar 1986 wurde durch eine Fehlentscheidung mitverursacht, die die Verantwortlichen nach weniger als zwei Stunden Schlaf am frühen Morgen getroffen haben.

Nordsee 1987 – Entscheidend für die Havarie der Fähre „Herald of Free Enterprise“ in der Nordsee im März 1987 war, daß der für das Schließen der Bugklappe verantwortliche Bootsmann eingeschlafen war.

Pazifik 1988 – Das japanische Tankschiff „Matsukaze“ lief im April 1988 morgens um 3.15 Uhr in der Straße von Juan de Fuca im Pazifik auf Grund. Aus dem amtlichen Bericht der Küstenwache geht hervor, daß die Wache auf der Brücke eingeschlafen war.

Alaska 1989 – Das Tankerunglück „Exxon Valdez“ im März 1989 in Alaska ereignete sich, nachdem die durch langwierige Bunkerarbeiten ermüdete Mannschaft das Ruder nachts einem unerfahrenen Mann überlassen hatte.

US-Ostküste 1999 – Beim Absturz eines Flugzeugs der Egypt Air vor der US-Ostküste im November 1999 kamen 217 Menschen ums Leben. Die Maschine gehörte zur gleichen Baureihe wie die Boing der Lauda-Air, die 1991 wegen eines technischen Defekts abstürzte und 233 Todesopfer forderte. Beide Maschinen waren im September in der selben Fabrik gebaut worden. Die Belegschaft dort musste ständig unter hohem Druck arbeiten und beklagte schon lange, daß sie aufgrund permanenter Übermüdung ihre Aufgaben nicht mehr gründlich erfüllen konnte. (Quelle: PSYCHOLOGIE HEUTE, Juli 2001)

Lasst uns gemeinsam wieder in die richtige Richtung steuern.

Musterbrief 3

Betreff: Abstimmung des EU-Parlaments zur Sommerzeitverordnung

Sehr geehrte/r  Frau/Herr Abgeordnete/r

Am 8. Februar 2018 findet im Europäischen Parlament meiner Information zufolge eine Abstimmung gegen die zweimalige jährliche Uhrenverstellung in der Europäischen Union statt.

Viele nationale Initiativen setzen sich in ganz Europa für die Beibehaltung der bzw.  Rückkehr zur mitteleuropäischen Normalzeit ein, die unserer natürlichen Zeitzone am ehesten entspricht.

Der Grund der  Energieeinsparung, aus welchem die Sommerzeitverordnung eingeführt wurde, ist längst widerlegt.

Das künstliche Vorstellen der Uhr auf die sogenannte „Sommerzeit“ beeinflusst unseren Biorhythmus negativ, da unsere innere Uhr sich am Sonnenstand orientiert und sich somit nicht umstellen lässt.

Weite Teile der europäischen Bevölkerung leiden unter den negativen Folgen dieser Maßnahme – mich und meine Familie eingeschlossen. Die überwiegende Mehrheit der europäischen Bevölkerung würde nach Wegfall der „Sommerzeit“  und damit des ungesunden „sozialen“ Jetlags mit Sicherheit wieder gesünder, kreativer, besser gelaunt und ausgeschlafener sein.

Allein die Kosten, die das Gesundheitssystem einsparen könnte wären immens, ebenso würde die Wirtschaft profitieren.  Das ergibt sich zwangsläufig aus den Erkenntnissen der Chronobiologie – einer Disziplin, deren Vertreter nicht ohne Grund am 03. Oktober 2017 in Stockholm den Medizin-Nobelpreis erhalten haben.

Wer sich (wie diese Herren) näher mit der Chronobiologie beschäftigt, der wird feststellen, dass die Einführung der „Sommerzeit“ ein Fehler war, der sich negativ auf die Gesundheit eines großen Teils der Menschen auswirkt.

In den letzten Jahren wurden bei uns in Deutschland über 94 000 Unterschriften gesammelt, die sich für die Beibehaltung der Normalzeit aussprechen. Über 3300 weitere Unterschriften liegen aktuell in Papierform vor.

Ich bitte Sie sehr, sich in der kommenden Abstimmung gegen die zweimalige jährliche Uhrenverstellung einzusetzen und sich nachdrücklich für die dauerhafte Beibehaltung der mitteleuropäischen Normalzeit einzusetzen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und beste Grüße aus ….

Unterschrift

Musterbrief 2

Betreff: Abstimmung des EU-Parlaments zur Sommerzeitverordnung

Sehr geehrte/r Frau / Herr Abgeordnete(r) …

Am 8. Februar soll es im Europäischen Parlament eine Abstimmung bezüglich der Uhrenverstellung in der Europäischen Union geben.

Viele nationale Initiativen setzen sich in ganz Europa für die Beibehaltung der mitteleuropäischen Normalzeit ein, die ja unserer natürlichen Zeitzone am ehesten entspricht.

Der Grund der Energieeinsparung, aus welchem die Sommerzeitverordnung
eingeführt wurde, ist längst widerlegt.

Das künstliche Vorstellen der Uhr auf die sogenannte „Sommerzeit“ beeinflusst unseren Biorhythmus negativ, da unsere innere Uhr sich am Sonnenstand orientiert und sich nicht umstellen kann.

In den letzten Jahren wurden bei uns in Deutschland über 94 000 Unterschriften gesammelt, die sich für die Beibehaltung der Normalzeit aussprechen. Über 3300 weitere Unterschriften liegen aktuell in Papierform vor.

Wie wichtig das Thema ist, zeigt sich nicht zuletzt durch die Verleihung das Nobelpreises für Medizin am 3. Oktober 2017 in Stockholm an drei Chronobiologen.

Wer sich näher mit der Chronobiologie beschäftigt, der wird feststellen, dass die sogenannte „Sommerzeit“ ein Fehler ist, der sich negativ auf die Gesundheit auswirkt, da wir sieben Monate eine noch größer Abweichung der Uhrzeit von der astronomischen Zeit haben, als es eh in unserer Zeitzone schon der Fall ist. Die eigentliche normale Uhrzeit ist da noch das geringere Problem.

Ich bitte Sie, sich in der kommenden Abstimmung gegen die zweimalige jährliche Uhrenverstellung einzusetzen und sich nachdrücklich für die dauerhafte Beibehaltung der mitteleuropäischen Normalzeit einzusetzen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und viele Grüße!

Unterschrift

Musterbrief 1

Betreff: Abstimmung des EU-Parlaments zur Sommerzeitverordnung

Sehr geehrte Frau / Herr …

Sehr geehrte Frau Abgeordnete / Herr Abgeordneter …

Sie werden in Kürze im EU-Parlament darüber abstimmen, ob die derzeitige Sommer-Zeit-Verordnung mit einer Verstellung der Uhren auf die sogenannte “Sommerzeit” Ende März und einer Rückstellung auf die biologisch sinnvolle Normalzeit Ende Oktober beibehalten oder abgeschafft werden soll. Da Sie auch mich in diesem Parlament vertreten, gehe ich davon aus, daß Sie meine Meinung zu diesem Thema interessiert.

Ich möchte Sie hiermit auffordern, im Sinne der breiten Initiative unter Beteiligung zahlreicher Bürger und Abgeordneter aus Ländern wie Finnland, Polen, Ungarn, Tschechien, Belgien, Holland und Frankreich, aber natürlich auch aus Deutschland, bei der Abstimmung für eine dauerhafte Beibehaltung der Normalzeit zu stimmen.
Bitte beenden Sie das längst als sinnlos entlarvte Verstellen der Uhren und die gesundheitsgefährdende siebenmonatige Verschärfung des „sozialen“ Jetlags durch die so genannte “Sommerzeit”. Weite Teile der europäischen Bevölkerung leiden unter den negativen Folgen dieser Maßnahme – mich eingeschlossen. Der einst erhoffte wirtschaftliche Nutzen der Uhren-Verstellung hat sich nicht eingestellt. „Gemessen an der Zielsetzung des Stromsparens ist die Sommerzeit ein Flop“, schreibt die Neue Zürcher Zeitung über die Resultate einer neuen Metaanalyse zum Thema (https://www.nzz.ch/wirtschaft/die-sommerzeit-ist-ein-flop-ld.1335861).

Es mag wichtigere Probleme auf dieser Welt geben als die erzwungene Verstellung der Uhren. Aber es gibt auch nur wenige Dinge, die leichter zu ändern sind!
Ihr Parlament und die EU-Kommission müßten einfach nur beschließen, die Uhren nicht mehr zu verstellen. Es gäbe überhaupt keinen weiteren Aufwand. Nichts müßte mehr geschehen. Es sparte sogar Geld: Direkt, weil die Umstellungskosten wegfallen. Und indirekt, weil die überwiegende Mehrheit der europäischen Bevölkerung (ca. 70 – 80 Prozent) daduch gesünder, kreativer, besser gelaunt und ausgeschlafener wäre (und der Rest hätte keinen Schaden)!
Allein die Kosten, die das Gesundheitssystem einspart, werden immens sein. Und auch die Wirtschaft wird profitieren. Das ergibt sich zwangsläufig aus den Erkenntnissen der Chronobiologie – einer Disziplin, deren Vertreter sicher nicht ohne Grund gerade den Medizin-Nobelpreis erhalten haben (PM: https://www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/2017/press.html).

Chronobiologen haben herausgefunden, daß unsere inneren Uhren sich darauf einstellen, wann die Sonne ungefähr am höchsten Punkt steht. Daran ändert sich durch die Uhrenverstellung nichts. Was sich ändert, ist, daß wir in der sog. „Sommerzeit“ eine Stunde früher aufstehen und abends nur selten eine Stunde früher einschlafen können, da es zu lange hell ist. genau das nennt man einen „sozialen“ Jetlag, und der ist ungesund (siehe: Till Roenneberg: Wie wir ticken (Dumont); http://www.haz.de/Nachrichten/Wissen/Uebersicht/Wie-die-Sommerzeit-den-Koerper-beeintraechtigt oder https://link.springer.com/article/10.1007/s15006-017-9248-7).

Hinzu kommen – wie Sie sicher wissen – die direkten Folgen der Uhren-Verstellung. In den Tagen danach häufen sich Verkehrsunfälle, Arztbesuche und Herzinfarkte. Vermutlich ist im März der Schlafmangel wegen der verkürzten Nacht daran schuld, denn es gibt Hinweise, daß die Rückstellung im Oktober sogar positive Effekte hat, etwa eine Verringerung der Herzinfarktrate in den kommenden Tagen. Schwerer wiegt allerdings die Verstärkung der ohnehin schon negativen Folgen des schlafgefährdenden Lebens in der 24/7-Gesellschaft durch die sog. „Sommerzeit“, die im Grunde sieben Monate anhält und nichts mit der eigentlichen Umstellung zu tun hat (Peter Spork: Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft (Hanser);
http://www.peter-spork.de/100-0-Schonzeit-fuer-Eulen.html).

Normalerweise wird argumentiert, wir würden uns ja auch auf Fernreisen sehr schnell an eine Umstellung um eine Stunde anpassen. Doch dabei handelt es sich tatsächlich um eine biologisch gewollte und äußerst sinnvolle Anpassung unserer inneren Uhren an die äußere Zeit, vorgegeben durch den Lauf der Sonne. Genau der Umstand, daß uns das so gut gelingt, belegt deshalb das Gegenteil von dem, was er belegen soll: Er zeigt, wie schwer es vielen Menschen fallen muß, sich an die sog. „Sommerzeit“ zu gewöhnen. Diese ist nämlich eine Verstellung der Uhren, OHNE DAß die Sonne Ihren Lauf verändert.

Die unerträgliche Uhren-Verstellung auf die so genannte “Sommerzeit”, für deren Abschaffung Sie demnächst stimmen dürfen, entspricht also einer Flugreise in eine andere Zeitzone, bei der man leider vergessen hat, die Uhr umzustellen und deshalb permanent zur falschen Zeit aufsteht und zu Bett geht. So dumm ist doch niemand!

Mit freundlichen Grüßen,

Anhörung & Abstimmung am 8.2.2018 im EU Parlament zur Sommerzeit

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Wir nähern uns dem Ende der unsäglichen Uhr-Zeit-Verstellung. Unsere Initiative hat mit der Petition und vielen weiteren tausenden Unterschriften in Deutschland etwas in Gang gebracht.

Das reicht aber noch nicht, denn jetzt müssen WIR ALLE nochmal aktiv werden. Dazu gleich noch mehr.

Zuvor eine ganz kurze Zusammenfassung dessen, was sich aktuell „abspielt“:

Zahlreiche Politiker haben inzwischen erkannt, dass die Zeitverstellung (Sommerzeit – Normalzeit) ein Problem ist. Ein Problem für die Menschen und auch für Tiere.

Die Initiativen zur Abschaffung der falschen Zeit (=genannt Sommer-Zeit) haben sich europaweit zusammengeschlossen und eine fraktionsübergreifende Initiative von Abgeordneten des EU-Parlaments erreicht, die sich dafür einsetzen, dass die Uhr-Zeit-Verstellung beendet wird. Hierzu gab es am 25.10.2017 eine Pressekonferenz in Strassburg.

Jetzt geht es in die nächste Runde!

Das Europäische Parlament wird am Donnerstag, dem 8. Februar, um 9.00 Uhr, gemäß des Entwurfs der Tagesordnung, über die „Summertime“-Regelung beraten.

Um 12.00 Uhr wird das Europäische Parlament dann über den beigefügten Entschließungsantrag abstimmen und die Europäische Kommission auffordern, einen Vorschlag zur Beendigung der Zeitumstellung vorzulegen und zwischen Sommer-oder Normalzeit in der EU zu wählen.

Und genau das ist jetzt der „berühmte Knackpunkt“:

In den letzten Jahren stand das Thema Zeitumstellung bereits einige (wenige Male) auf der Tagesordnung des EU-Parlaments und es wurde auch kurz dazu „beraten“. Dieses „Vorgeplänkel“ war wichtig damit das Thema Fahrt aufnimmt.

Klar: Die könnten das einfach endlich beenden und darüber abstimmen. Dazu sollten Sie aber wissen, dass es große Widerstände gegen eine Abschaffung der Zeitverstellung gibt. Diese Widerstände scheinen unserer Informationen zufolge vor allem aus dem Bereich der Wirtschafts-Lobbyisten zu kommen, die bereits ebenfalls auf einige Parlamentarier Einfluss nehmen! Die Gründe dafür erschließen sich uns nicht wirklich – wir haben diesbezüglich nur Vermutungen.

Wichtig ist, dass es am 8.Februar 2018 jetzt zum ersten Mal zu einer Abstimmung kommt und die EU-Kommission aufgefordert wird einen Vorschlag zum Ausstieg aus der „Day-Light-Saving-Time“ vorzulegen.

Hierzu muss das EU-Parlament mit Mehrheit für Ja stimmen!

Wahrscheinlich sagen Sie jetzt: „Dann sollen die das endlich mal machen und die Umstellerei endlich beenden!“

Ja, da haben Sie Recht. Aber so läuft der Politik-Betrieb nicht. Wir wissen von etlichen EU-Parlamentarieren, dass diese FÜR die Beibehaltung der Uhr-Zeit-Verstellung sind und auch für die dauerhafte Beibehaltung der „falschen Zeit“.

Diese „Herrschaften“ weigern sich vehement, die derzeitige Studienlage bezüglich der Zeitumstellung und den Auswirkungen der falschen Zeit (= genannt „Sommer-Zeit“-Verordnung) zur Kenntnis zu nehmen. Die Studienlage und die Fakten dazu haben wir im Laufe der letzten Jahre hier vorgestellt und veröffentlicht. Im Beitrag „Die negativen Wirkungen der Sommerzeit“ finden Sie die wichtigsten Punkte.

Es ist schwer zu ertragen, wie jemand angesichts dieser Fakten, immer noch der Meinung sein kann, die Zeitumstellung beibehalten zu wollen oder gar die dauerhafte falsche Zeit (=genannt „Sommerzeit“) zu befürworten.

Aus diesem Grund brauchen wir jetzt wieder Ihre HILFE!

Politiker, die unsere Initiative zur Abschaffung der „Sommer-Zeit-Verordnung“ unterstützen, haben uns ganz klar gemacht, dass die Bürgerinnen und Bürger Ihren EU-Abgeordneten klarmachen müssen, was sie wollen. Weiter unten finden Sie das Schreiben eines EU-Abgeordneten dazu.

Ohne diesen „Druck“ von uns „Bürgern“ wird es wahrscheinlich nichts. Die unentschiedenen EU-Abgeordneten müssen überzeugt werden. Zahlreiche Abgeordnete haben sich mit diesem Thema noch nie wirklich beschäftigt.

Wir bekommen von zahlreichen Abgeordneten, denen wir die Studien präsentieren, immer noch so sinnfreie Antworten wie: „Ich und meine Familie wollen, dass es im Sommer Abends länger hell ist…“ Diese Abgeordneten haben immer noch nicht verstanden, dass GENAU DIES DAS PROBLEM ist. Wer es nicht glaubt, lese bitte nochmal den bereits oben verlinkten Beitrag: Die negativen Wirkungen der Sommerzeit.

Und dann gibt es ja auch noch die „Wirtschaftslobbyisten“, die sich massiv gegen die Abschaffung der Zeitverstellung stemmen – aus welchen Gründen auch immer.

Ran an die E-Mails und die Briefe!

Schreiben Sie möglichst vielen EU Abgeordneten!

Auf der folgenden Webseite finden Sie die EU-Abgeordneten Ihres Landes: www.europarl.europa.eu/meps/de/map.html

Auf der Webseite:

www.europarl.europa.eu/meps/de/search.html?country=DE

finden Sie die 96 deutschen EU-Parlamentarier, die mit folgendem Adressen-Format direkt angeschrieben werden können: Vorname.Name@europarl.europa.eu

Noch einfacher ist es, auf den Namen des Politikers zu klicken. Im neuen Fenster kann man auf „E-Mail“ klicken, dann geht direkt das E-Mail Fenster in Outlook auf.

Auf der Seite:

www.europarl.europa.eu/meps/de/search.html?country=AT

finden Sie die 18 österreichischen EU-Parlamentarier, die ebenfalls mit folgendem Adressen-Format direkt angeschrieben werden können: Vorname.Name@europarl.europa.eu

Suchen Sie sich von jedem Land zwei, drei oder mehr Abgeordnete heraus und schreiben Sie ihnen eine E-Mail mit ihrer Meinung zur Uhr-Zeit-Verstellung!

Fordern Sie die Abschaffung der Uhr-Zeit-Verstellung und Beibehaltung der  Normalzeit (die manchen auch noch irrigerweise als „Winterzeit“ benennen) und verweisen Sie auf die belegten negativen Effekte der sogenannten „Sommer“-Zeit-Verordnung, wie wir diese u.a. in diesem Beitrag dargelegt haben: www.zeitumstellung-abschaffen.de/sommerzeit-negative-wirkung.html

Gerne dürfen Sie auch die von zwei engagierten Mitgliedern unserer Equipe MEZ.MOMO verfassten Briefe als Anregung und Vorlage nutzen, die wir hier veröffentlicht haben:

MUSTERBRIEF 1 (hier klicken)

MUSTERBRIEF 2 (hier klicken)

MUSTERBRIEF 3 (hier klicken)

Wenn Ihnen dieses Thema für Sie und Ihre Liebsten wirklich wichtig ist, müssen „wir“ jetzt weiter aktiv bleiben!

Also: Abgeordneten heraussuchen und eine E-Mail schreiben: www.europarl.europa.eu/meps/de/search.html?country=DE  & www.europarl.europa.eu/meps/de/search.html?country=AT
Diese werden mit folgendem E-Mail-Adreß-Format direkt angeschrieben: Vorname.Name@europarl.europa.eu

Und was sich auch gut macht: Die folgende Grafik herunterladen und mitschicken – als Anhang oder in die E-Mail eingebunden!

Vielen Dank im Voraus für Ihr beharrliches persönliches Engagement zur Beibehaltung der dauerhaften Normalzeit!

Mit gesundheitlichen Grüßen in der Normalzeit aus der Medizinstadt Erlangen

Ihre & Ihr / Euer

Equipe MEZ.MOMO, Hubertus Hilgers und René Gräber

P.S.: ALLE WOLLEN MEHR GESUNDHEIT. JETZT HABEN WIR DIE CHANCE EINEN KRANKMACHENDEN FAKTOR FÜR ALLE MENSCHEN ENDLICH ZU BESEITIGEN!

WIR BRAUCHEN JEDE UNTERSTÜTZUNG!

P.P.S.: Hier noch ein Schreiben eines engagierten EU-Parlamentariers der ganz klar schreibt, dass der „Druck“ von den Bürgerinnen und Bürgern kommen muss! Die Hervorhebungen im Text erfolgten durch uns.

Sehr geehrter Herr Gräber,

Als Vizepräsident des Verkehrsausschusses des Europäischen Parlaments ist es mir schon lange ein Bedürfnis, die von vielen Menschen nicht nur als lästig empfundene, sondern bewiesenermaßen auch mit sicherheitsrelevanten und gesundheitsschädigenden Aspekten behaftete Zeitumstellung abzuschaffen. Die Argumente, die für die Abschaffung der Sommerzeit sprechen, kennen Sie sicher genauso gut wie ich.

Ich möchte Sie deshalb gerne auf die Initiative meines Verkehrsausschusses aufmerksam machen: Wir haben eine Resolution zur Abschaffung der Sommerzeit auf den Weg gebracht. Das Plenum des EU-Parlaments wird voraussichtlich am Donnerstag, 8. Februar, ab 9 Uhr darüber debattieren.

Wir, das heißt die Kollegen der EVP-Fraktion und ich, werden versuchen, so viele EU-Abgeordnete wie möglich von unserem Standpunkt zu überzeugen. Wichtig ist aber auch, dass die Bürgerinnen und Bürger aus Deutschland (und natürlich den anderen EU-Staaten) „ihren“ EU-Abgeordneten den Wunsch übermitteln, dass sie für die Resolution stimmen mögen. Denn ohne klare Signale aus der Bevölkerung, dass den Menschen dieses Thema wichtig ist, erreichen wir möglicherweise nicht die nötige Mehrheit im EU-Parlament, um eine Gesetzesänderung zu forcieren.

Meine Bitte wäre deshalb an Sie, diese Information mit den Mitgliedern Ihres Netzwerkes zu teilen und sie zu ermutigen, sich an die EU-Abgeordneten ihres Bundeslandes zu wenden.

Ich bedanke mich herzlich und grüße Sie aus Brüssel

Ihr Dr. Dieter-L. Koch

Mitglied des Europäischen Parlaments
Stellv. Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und Fremdenverkehr
ASP 15E173, Rue Wiertz 60, 1047 Brüssel
Fon +32 2 28 47761
Fax +32 2 28 49761

P.P.P.S.: „Die gemeinsame Zeitregelung trennt Europa, nur der gemeinsame Blick auf die Sonne als Taktgeber eint Europa!“ – Hubertus Hilgers, Arzt